Blog «Reise zur Heilung

Meditieren

Ein Moment der Ruhe am Morgen

Eine kleine Kerze hilft mir mich zu konzentrieren
Eine kleine Kerze hilft mir mich zu konzentrieren

Heute habe ich mir ganz bewusst Zeit für eine Meditation genommen. 🕊️

Ich habe mich an meinen gewohnten Platz gesetzt, eine Kerze angezündet und das Licht im Raum etwas gedimmt. Allein dieses kleine Ritual lässt mich schon ankommen. Es signalisiert meinem System: Jetzt darfst du loslassen.

Ich habe die Augen geschlossen und meinen Atem beobachtet.
Am Anfang war er noch flach, fast unruhig. Gedanken kamen und gingen – To-Do’s, Gespräche, kleine Restenergien vom Tag. Ich kenne das inzwischen gut und lasse es einfach da sein, ohne dagegen anzukämpfen.

Mit jedem Atemzug wurde es ruhiger.

Als Therapeutin arbeite ich viel mit Energie – und in solchen Momenten spüre ich besonders deutlich, wie sich mein Feld verändert. Ich nehme wahr, wie sich mein Brustraum langsam öffnet, wie mein Bauch weicher wird.

Ich lenke meine Aufmerksamkeit nach innen.
Ganz bewusst.

Ich stelle mir vor, wie mit jedem Einatmen klares, helles Licht in meinen Körper fließt. Und mit jedem Ausatmen lasse ich alles gehen, was sich schwer oder fremd anfühlt. Ohne Druck. Ganz natürlich.

Nach ein paar Minuten beginnt dieses feine Kribbeln in meinen Händen.
Ein vertrautes Zeichen. Die Energie kommt in Bewegung.

Ich lege meine Hände sanft auf mein Herz und bleibe dort.
Spüre.

Da ist Wärme.
Da ist Ruhe.
Da ist Verbindung.

Ich merke, wie sich etwas in mir ausgleicht. Als würde mein ganzes System sich neu sortieren – leise, fast unbemerkt, aber sehr klar.

Gedanken werden weniger.
Der Raum in mir wird weiter.

Und irgendwann ist da einfach nur noch dieses Sein.
Ohne müssen. Ohne tun.

Ich verweile eine Weile in diesem Zustand, lasse mich tragen von dieser stillen, weichen Energie. Für mich ist das keine „Technik“ mehr – sondern ein Nach-Hause-Kommen.

Als ich die Augen wieder öffne, fühlt sich alles etwas klarer an. Ruhiger. Geerdeter.

Und ich erinnere mich daran, wie wenig es manchmal braucht, um wieder bei sich selbst anzukommen. ✨

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Im Wald

Mein Waldspaziergang

Nur wenige waren heute unterwegs im Wald
Nur wenige waren heute unterwegs im Wald

Heute Morgen bin ich früher als sonst aufgewacht. Es war noch ganz still draußen, dieses weiche, fast schwerelose Schweigen, das nur ganz früh am Tag existiert. Ich habe mir einen Tee gemacht – Brennnessel und ein bisschen Salbei – und schon da gemerkt, dass mich etwas nach draußen zieht.

Also bin ich in den Wald gegangen. 🌿

Die Luft war kühl und klar, noch feucht vom Tau der Nacht. Der Boden unter meinen Füßen weich, ein bisschen federnd, mit diesem ganz eigenen Duft aus Erde, Moos und altem Holz. Es hat so gut getan, einfach zu gehen, ohne Ziel, ohne Druck. Nur ich und dieser Weg.

Als Therapeutin arbeite ich viel mit energetischer Heilarbeit. Ich nehme Dinge oft sehr fein wahr – manchmal fast zu fein. Und genau deshalb sind diese Momente für mich so wichtig. Im Wald ordnet sich alles wieder. Ohne dass ich etwas tun muss.

Ich habe irgendwann angehalten, an einer kleinen Lichtung, wo das Sonnenlicht schon durch die Bäume gefallen ist. Dieses goldene, gefilterte Licht… es hatte etwas unglaublich Sanftes. Ich habe meine Augen geschlossen und meine Hände leicht vor meinem Körper gehalten, so wie ich es auch in meinen Sessions mache.

Und dann habe ich einfach gespürt.

Zuerst war da noch Unruhe – Gedanken, die nachhallen, Gespräche vom Vortag, Energien, die nicht ganz bei mir waren. Aber je länger ich dort stand, desto mehr hat sich etwas gelöst. Mein Atem wurde tiefer. Mein Brustraum weiter.

In meinen Händen begann dieses bekannte Kribbeln. Ganz fein zuerst, fast wie ein Flimmern. Dann wärmer. Dichter. Als würde sich dort etwas sammeln, bündeln. Ich habe mir vorgestellt, wie ich alles, was sich schwer anfühlt, über meine Füße in die Erde abgebe. Und gleichzeitig neue, klare Energie über meinen Scheitel aufnehme.

Es war kein spektakulärer Moment. Kein „Wow“. Eher ein ganz leises Zurückkommen.

Ich habe auch Geräusche wahrgenommen – das Knacken von Ästen irgendwo in der Ferne, ein Vogel, der ganz gleichmäßig gerufen hat, und dieses leise Rauschen der Bäume im Wind. Alles wirkte wie abgestimmt. Als würde der Wald mich genau in diesem Prozess begleiten.

Nach einer Weile habe ich mich auf einen umgefallenen Baumstamm gesetzt. Die Rinde war noch leicht feucht, kühl durch meine Kleidung hindurch. Ich habe meine Hände auf mein Herz gelegt und einfach da gesessen.

Und da war plötzlich so viel Ruhe.

Nicht dieses „Ich sollte jetzt ruhig sein“ – sondern echte, tiefe Stille. In mir.

Ich habe gemerkt, wie sich mein ganzes System reguliert. Wie mein Nervensystem runterfährt. Wie ich wieder klarer spüren kann, was wirklich meins ist – und was ich vielleicht unbewusst von anderen aufgenommen habe.

Genau das ist für mich energetische Arbeit. Nicht nur in Sitzungen mit Klient – sondern auch in diesen kleinen, ehrlichen Momenten mit mir selbst.

Als ich zurückgegangen bin, war alles ein bisschen heller. Nicht unbedingt im Außen – sondern in meiner Wahrnehmung. Ich war langsamer. Weicher. Mehr bei mir.

Und ich wurde wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, sich selbst diesen Raum zu geben.

Der Wald verlangt nichts. Er hält einfach.

Und manchmal ist genau das die tiefste Form von Heilung.